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Wie am Ende der Nerven noch Kinder übrig sein können

Über die Vorteile einer entspannten Erziehung


Bildcopyright: svetikd / iStock-Fotografie-ID: 887543600

Wie erzieht man Kinder am besten? Sabrina Heinke ist sich sicher: Glückliche Kinder haben entspannte Mütter! Diese These untermauert die bekannte Mamahoch2-Bloggerin eindrucksvoll in ihrem ersten Buch "Am Ende meiner Nerven sind noch Kinder übrig". Dabei ist Heinke gerade einmal 28 Jahre alt. Als verheiratete Mutter "von drei absoluten Wunschkindern" hat sie in den vergangenen Jahren aber natürlich schon einiges erlebt. Trotzdem hat sie nicht damit gerechnet, dass ihr erst am 30. August erschienenes Erstlingswerk derart einschlägt: Noch bevor man es kaufen konnte, gingen schon mehr als 1.500 Vorbestellungen ein.

Erfolgsrezept ehrliche Reflektion

"Ich leite meine Tipps aus ganz persönlichen Erlebnissen ab, 
ehrlich und ungeschönt", erläutert Heinke gleich zu Beginn eines herrlich erfrischenden Gesprächs. Besonders wichtig ist ihr, dass der Leser schnell erfährt, dass sie keine akademische Ausbildung hat. Es gehe ihr aber auch nicht um Besserwisserei, "denn auch ich habe in der Vergangenheit längst nicht alles richtig gemacht", sagt Heinke. Aber: "Das Schreiben hat mir geholfen, mich selbst zu reflektieren."

Das Schlüsselerlebnis der gelernten Schulsekretärin kam kurz nach der Geburt ihres zweiten Sohns. Die innige Beziehung zwischen älterem Sohn und Mutter litt unter der Fokussierung auf das Baby. Der damals drei Jahre alte erste Sohn reagierte auf die ständigen Gängelungen seiner gestressten Mutter mit den Worten: "Mama, ich bin doch noch klein und gar nicht böse." Heinke fragte sich: "Hallo, was tue ich hier eigentlich gerade?" Seitdem sind mehr als drei Jahre vergangen, in denen sie sich jede Menge Wissen über bedürfnisorientierte und gewaltfreie Erziehung angeeignet und mit dem Erfahrungsschatz einer dreifachen Mama verknüpft hat.

Anstatt morgens zu diskutieren, mittags zu hetzen und abends zu schimpfen lieber auf entspannte Erziehung setzen.

So lautet eine ihrer Kernbotschaften: "Das hilft sehr, den Alltag gemeinsam zu bewältigen", so Heinke. Was man dazu tun muss, ist eigentlich gar nicht viel. Heinke: "Wir erklären heute Kinder oft zum Problem. Dabei sind wir Eltern häufig das Problem. Darin sehe ich eine Gefahr, denn jedes Kind kommt gut zur Welt und lernt von seinem Umfeld." Ein entspannter Umgang mit dem eigenen Nervenkostüm fängt für sie schon beim allmorgendlichen Kampf ums Anziehen oder das Binden der Schuhe an. "Natürlich sollten unsere Kinder zu möglichst viel Selbständigkeit erzogen werden. Niemandem nützt es etwas, einen kindlichen Morgenmuffel zusätzlich unter Druck zu setzen, wenn er sich nicht schnell genug anzieht", erläutert die Autorin. In solchen Momenten ist die Hilfe von Erwachsenen ihrer Ansicht nach durchaus willkommen, "denn niemand kann sich mit 18 Jahren noch immer nicht die Schuhe binden."

Auch das von der BKK W&F in den vergangenen Monaten mit dem Schul- und Kindergartenprojekt ECHT DABEI forcierte Thema kindlicher Medienkonsum treibt sie an. Hier empfiehlt sie ein tägliches - zur Familie passendes - Zeitlimit gesteuert von einer guten alten Eieruhr, die den Kindern zur Selbstkontrolle dienen soll - und erinnert an die Vorbildfunktion der Eltern. Heinke: "Es bringt einfach wenig, Kindern etwas zu verbieten, was Erwachsene regelmäßig tun."

Für Gelegenheitsleser von Büchern hat Heinke  einen Tipp: "Man muss das Buch nicht von A bis Z durchlesen, auch wenn sich das meiner Meinung nach natürlich lohnt. Es besteht aber bewusst aus thematisch getrennten Kapiteln, die man auch einzeln lesen kann, ohne etwas zu verpassen."

Das Buch

Die BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN verlost drei Exemplare des Buchs "Am Ende meiner Nerven sind noch Kinder übrig" von Sabrina Heinke. Senden Sie eine Postkarte mit dem Stichwort "Buchverlosung REVISTA" an die BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN, Bahnhofstraße 19, 34212 Melsungen oder schicken Sie uns eine E-Mail an revista@bkk-wf.de. Einsendeschluss ist der 20. Januar 2019.

Nicht teilnehmen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BKK W&F, deren Angehörige sowie Einsendungen über Gewinnspieldienste. Die Gewinner werden ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn wird freundlicherweise vom Humboldt Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt und nicht aus Beitragsmitteln finanziert. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.


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