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Umdenken in der Pflegefinanzierung notwendig

Studie der Bertelsmann-Stiftung


Bildcopyright: Alexander Raths / Fotolia-ID: 44037809

Die Bundesregierung geht davon aus, dass nach der zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Erhöhung des Beitrags zur Pflegeversicherung vor 2022 kein weiterer Anpassungsbedarf besteht. Diese Einschätzung bestätigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Doch nicht nur die Autoren der Studie warnen vor weitreichenden Fehlschlüssen in der künftigen Ausrichtung. 

Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen warnt: „In Anbetracht der demografischen Entwicklung und der Ausweitung der Leistungen der Pflegeversicherung kann es niemanden überraschen, dass die Ausgaben für die Pflege weiter steigen werden, wobei wir uns derzeit nicht an konkreten Vorhersagen beteiligen. Es ist Zeit für ein Umdenken bei der Finanzierung der Pflege, statt nur reflexhaft über höhere Beitragssätze zu sprechen“, so Vorstand Gernot Kiefer.

Die Pflegeversicherung muss immer mehr gesamtgesellschaftliche Aufgaben, wie beispielsweise die bessere Alterssicherung für pflegende Angehörige, schultern. Aber anders als bei der Renten- oder der Krankenversicherung werden die Leistungen im Rahmen der Pflegeversicherung bisher ausschließlich durch die Beitragszahler finanziert. In der Einführung eines steuerfinanzierten Bundeszuschusses für die Pflegeversicherung sieht der Spitzenverband den richtigen Schritt, um die Pflege gerechter zu finanzieren und künftige Beitragssteigerungen abzumildern.


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