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Genießen statt Niesen

So kommen Heuschnupfengeplagte besser durch das pollenreiche Frühjahr


Bildcopyright: Eva-Katalin / iStock-Fotografie-ID: 536685566

Für zahlreiche Heuschnupfengeplagte begann die Leidenszeit schon im Februar, als die Hasel ihre ersten Pollen fliegen ließ. Danach sorgten die Blüten weiterer Bäume, später Gräser, Getreide und Kräuter für Niesen, Schniefen, Juckreiz und tränende Augen. Kein Wunder, dass viele Allergiker die warme Jahreszeit nur schwer genießen können. Rund 16 Prozent der Bevölkerung leiden laut Deutschem Allergie- und Asthmabund e. V. unter einer Pollenallergie. Und viele Betroffene reagieren nicht allein auf Pollen allergisch, sondern zusätzlich auf andere Stoffe wie bestimmte Nahrungsmittel oder Hausstaubmilben.

Gezielte Tests klären die Ursachen

Gerade deswegen rät Apotheker Klaus Lieske aus Castrop-Rauxel: „Wenn ein Patient Beschwerden hat und diese nach der Einnahme eines einfachen Allergiemittels nicht in den Griff bekommt, ist unbedingt der Facharzt gefragt.“ Dieser kann mit gezielten Tests klären, was genau die Auslöser der Reaktion sind. Dann lässt sich eine entsprechende Behandlung einleiten. Als einzige ursächliche Therapie steht dabei die Hyposensibilisierung zur Verfügung.

Ansonsten gilt es, die auslösenden Allergene möglichst zu meiden. Das zeigt sich etwa bei Lebensmitteln, Tierhaaren oder Chemikalien als leichter durchführbar. Bei Pollen, die kilometerweit fliegen und durch kleinste Ritzen gelangen können, ist dies jedoch fast unmöglich. „Hier müssen dann vor allem die quälenden Symptome gelindert werden – durch die geeigneten Antihistaminika, Nasensprays, Augentropfen oder auch spezielle Kombipräparate“, so Klaus Lieske. Bei Hautausschlägen könnten auch Salben mit Hydrocortison eingesetzt werden. Allerdings sollte sich jeder individuell von einem kompetenten Fachmann beraten lassen 

Weitere Maßnahmen 

Wer sanfte und natürliche Behandlungsansätze bevorzugt, kann etwa mit homöopathischen Mitteln Besserung suchen. Darüber hinaus empfiehlt der Experte die tägliche Benutzung einer Nasendusche. Damit wird herausgespült, was sich an Allergenen angesammelt hat, sowie die Schutzfunktion der Schleimhäute unterstützt. Auch praktische Maßnahmen sind oft hilfreich – wie häufiges Staubsaugen mit einem speziellen Filter oder das Anbringen von Pollenfiltern vor dem Schlafzimmerfenster. (djd)