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Den Energiefluss Stärken

Traditionelle Chinesische Medizin


Bildcopyright: NiDerLander / iStock-Fotografie-ID: 144344281

Durch Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) werden in Deutschland unterschiedliche Krankheitsbilder behandelt. Auch im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung spielt sie eine Rolle.

TCM - Eine Heilkunst, die sich vor über 2000 Jahren in China herausbildete und über die Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt hat

Das Ziel einer Behandlung ist es, den ganzen Menschen zu behandeln und keine lokale Krankheit. Denn auch sie ist eingebunden in den ganzen Organismus und jede Störung hat eine individuelle Entwicklung und hat sich mit der individuellen Geschichte eines Menschen entfaltet. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung einer im Körper fließenden Energie, chinesisch Qi, auf deren Wirkung alle Lebensäußerungen beruhen. Diese Energie fließt gestaltend und formend entlang der zwölf Energieleitbahnen, der sogenannten Meridiane. Jeder Meridian wird einem Organsystem zugeordnet, wobei die Bezeichnungen wie Leber oder Galle nicht mit der westlichen Organlehre in Zusam­menhang stehen, sondern Funktionskreise bezeichnen.

Mit feinen Nadeln die Meridiane stimulieren

Das in Deutschland bekannteste Therapieverfahren der TCM ist die Akupunktur. Da ein gestörter Energiefluss Erkrankungen verursachen kann, stimuliert man hier mit feinen Nadeln bestimmte Punkte der Meridiane. Als besonders hilfreich hat sich diese Metho­de bei der Behandlung von chronischen Schmerzen erwiesen. Bei chronischen Schmerzen der Lenden­wirbelsäule und chronischen Knie­schmerzen durch Gonarthrose (Arthrose des Knie­gelenks) ist die Wirksamkeit einer Akupunktur-Behandlung belegbar. Solche Behandlungen gehören daher zum allgemeinen Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung und damit auch Ihrer BKK W&F. Versicherte können einen zur Akupunktur-­Behandlung berechtigten Vertragsarzt direkt aufsuchen. Die Vorlage der Gesundheitskarte genügt. Bis zu zehn Akupunktur-Sitzungen sind möglich, die innerhalb von maximal sechs Wochen stattfinden sollten. In ärztlich begründeten Ausnahmefällen kann auf bis zu 15 Sitzungen innerhalb von maximal zwölf Wochen erhöht werden. Eine erneute Behandlung darf frühestens zwölf Monate nach Abschluss einer Akupunktur-Behandlung erfolgen. Behandlungen durch Privat­ärzte oder Heilpraktiker dürfen wir nicht erstatten.

Bewusster Leben durch Vorsorge

Versicherten der BKK W&F steht eine breite ­Palette an Gesundheits- und Präventionskursen zur Verfügung. Dazu gehören auch Angebote der Traditionellen Chinesischen Medizin wie Qigong und Tai-Chi. Pro Jahr erstattet die BKK W&F bis zu 500 Euro je Versichertem für maximal zwei Gesundheitskurse aus der Kursdatenbank der Zentralen Prüfstelle Prävention. Voraussetzung ist, dass Sie an mindestens 80 Prozent der angebotenen Einheiten teilgenommen haben. Wenn Sie einen Zuschuss beantragen möchten, senden Sie uns bitte die vom Anbieter nach Abschluss des Kurses ausgestellte Teilnahmebescheinigung. Alternativ ist eine Erstattung von bis zu 160 Euro für das Kursprogramm einer Gesundheitsreise möglich.

Hintergrund

Qigong bedeutet übersetzt "Arbeit mit dem Qi". Ursprünglich stammen die fließend anmutenden Übungen aus medi­tativen Praktiken und sind damit seit vielen Jahrhunderten erprobt. Im modernen China sind diese Übungen zu einem Bestandteil der traditionellen Medizin geworden. Es handelt sich dabei um Bewegungsabläufe und Atemkoordinations-­Übungen, mit denen Krankheiten unterstützend therapiert werden. Tai-Chi ist die Abkürzung von Taijiquan und ist ursprünglich eine chinesische Kampfsportart, die gegen negative innere Kräfte wie Krankheiten oder Ängste kämpft, aber auch zur Selbstverteidigung dient. Heutzutage wird ­Tai-Chi nur noch von wenigen in seiner ursprünglichen Form des Schattenboxens praktiziert. Es ist stattdessen geprägt von Entspannung, Medi­tation und bedachten Bewegungsabläufen.


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