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Neue Vorschläge zur Organspende

Widerspruchslösung oder bessere Dokumentation?


Bildcopyright: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Gemeinsam mit Karl Lauterbach (SPD), Georg Nüßlein (CSU) und Petra Sitte (Linke) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im März einen Gesetzentwurf zur Organspende vorgelegt. Die darin vorgeschlagene Widerspruchslösung sieht vor, dass alle deutschen Staatsbürger ab 16 Jah- ren über den Zeitraum von einem Jahr ausführlich informiert und schließlich als Spender registriert werden, wenn sie nicht widersprechen. Die Entscheidung soll jederzeit revidiert werden können. Liegt kein Widerspruch vor, sollen Angehörige nach dem Versterben eines möglichen Spenders zudem gefragt werden, ob der Tote einer Organentnahme zugestimmt hat.

Die Abgeordneten Annalena Baerbock (Grüne), Katja Kipping (Linke), Karin Maag (CDU), Hilde Mattheis (SPD) und Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) lehnen diese Lösung ab. Ihr Gesetzentwurf setzt ebenfalls auf eine Registrierung, es soll aber lediglich leichter als bisher werden, den eigenen Willen zu dokumentieren, beispielsweise im Personalausweis.

Grund der andauernden politischen Diskussion ist die seit Jahren rückläufige Zahl an Organspenden - obwohl die Spendenbereitschaft in Deutschland Schätzungen zufolge bei über 80 Prozent liegt.


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