Inhalt

Geschäftsjahr 2018

Steigende Leistungsausgaben


Bildcopyright: ipopba / iStock-Fotografie-ID: 1025744818

Die BKK W&F hat das vergangene Jahr aufgrund steigender Leistungsausgaben mit einem Defizit abgeschlossen – die Versichertenzahl wächst weiterhin erfreulich. Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick.

Versichertenentwicklung

Im Jahresdurchschnitt 2018 versicherte die BKK W&F 18.984 Mitglieder, einschließlich der Familienangehörigen erreichte die Gesamtversichertenzahl mit 26.784 Personen einen neuen Höchstwert (+4,18 %). Zum Vergleich: Am 1. Oktober 1999 startete die damals unter dem Namen BKK KPMG firmierende Krankenkasse mit einem Bestand von 2.654 Versicherten. Zur Öffnung für den freien Krankenkassenwettbewerb am 1.1.2007 waren insgesamt 8.106 Personen bei der BKK W&F versichert.

Finanzergebnis

Die Gesamtausgaben sind 2018 um 6 Prozent gestiegen, die Leistungsausgaben um 11,3 Prozent. Größte Kostenfaktoren bleiben Krankenhausaufenthalte (24,26 %), gefolgt von der ärztlichen Behandlung (20,36 %) und den Arzneimitteln (15,24 %). Insgesamt hat die BKK W&F im vergangenen Jahr mehr als 60,1 Millionen Euro ausgegeben. Dem standen Einnahmen in Höhe von 59,6 Millionen Euro entgegen.

Unter dem Strich ergibt sich damit ein Überschuss der Ausgaben in Höhe von 485.138,60 Euro. Das Vermögen in Form von Betriebsmitteln und Rücklagen als Schwankungsreserven reduzierte sich damit zum Ablauf des Geschäftsjahres auf 2,43 Millionen Euro oder 90,66 Euro je Versicherten. Die BKK W&F hat die Jahresrechnung 2018 von der BDO AG prüfen lassen. Diese hat mit Datum vom 31. Mai 2019 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Weitere Zahlen, Daten und Fakten des Jahres 2018 finden Sie im ausführlichen Geschäftsbericht.

Die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung

Die im vergangenen Jahr in ihrer Versichertenzahl um 0,8 Prozent gewachsene Gesetzliche Krankenversicherung hat nach vorläufigen Rechnungsergebnissen 2018 einen Überschuss von 2 Mrd. Euro erzielt. Einnahmen in Höhe von rund 241,4 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 239,4 Milliarden Euro gegenüber. Der größte Teil des Überschusses entfiel dabei erneut auf die für ihre Einflussnahme auf die Zuweisungen in der Kritik stehenden Allgemeinen Ortskrankenkassen mit rund 1,1 Milliarden Euro. Während die beitragspflichtigen Einnahmen um 4,3 Prozent stiegen, verzeichneten die Ausgaben einen Zuwachs von 3,9 Prozent. Die Ausgaben für den traditionell stärksten Bereich der Krankenhausbehandlung stiegen dabei ebenso um 3,1 Prozent wie die Arzneimittelausgaben sowie der Bereich der vertragsärztlichen Vergütung. Bei den Ausgaben für zahnärztliche Behandlung betrug der Anstieg 2,7 Prozent, beim Zahnersatz 1,5 Prozent. Deutlich überproportional sind die Heilmittelkosten mit 11,5 Prozent gestiegen. Hier machten sich vor allem die Honorarerhöhungen durch das 2017 in Kraft getretene Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz bemerkbar.