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Videosprechstunde

Noch breiter einsetzbar


Bildcopyright: CompuGroup Medical Deutschland AG

Lange Anfahrtswege und überfüllte Wartezimmer können sich seit Oktober selbst jene Patienten ersparen, die einen niedergelassenen Arzt das allererste Mal aufsuchen. Denn nun können auch sie sich per Mausklick und Kamera in die Video-Sprechstunde einloggen. Bisher galt das Angebot der Video-Sprechstunde nur für Patienten, die bereits Kontakt mit dem behandelnden Arzt hatten. Diese Neuerung ist Teil der Vereinbarungen, auf die sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband geeinigt haben.

Bereits im Frühjahr hatten sich beide darauf verständigt, die Video-Sprechstunde nicht mehr nur zur Verlaufskontrolle bei Patienten, sondern breiter einzusetzen. Dieser Bereich wird jetzt noch weiter ausgebaut: Ab sofort kann auch eine Psychotherapie im Rahmen einer Video-Sprechstunde erbracht und abgerechnet werden. Einzug hält die Behandlung per Video auch in der Versorgung von Pflegebedürftigen. Ärzte und Pflegekräfte können sich in Video-Konferenzen über konkrete Fälle austauschen und zusammen eine Lösung für die Patienten finden. Versicherte, die für das Arztgespräch eine Video-Sprechstunde nutzen wollen, brauchen ein internetfähiges Gerät mit Kamera, Mikrofon und Tonwiedergabe. Bekannte Anbieter von Video-Telefonie wie z.B. FaceTime, Google Duo, WhatsApp oder Skype kommen derzeit aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht infrage.