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Unfall - was jetzt?

Themen-Special


Bildcopyright: JaoNgoh / iStock-Fotografie-ID: 591994058

Ein Muskelfaserriss beim Fußballtraining, ein gebrochenes Schlüsselbein auf dem Weg zur Arbeit – Unfälle können überall passieren. Die BKK W&F ist dabei gerne Ihr erster Ansprechpartner. Warum es trotzdem von großer Bedeutung ist, bei einem Unfall den oder die Verursacher zu identifizieren, erfahren Sie in diesem Themen-Special.

Schon die Definition des Begriffs ist gar nicht so leicht wie vielleicht gedacht: Eine allgemein gültige Begriffsbestimmung gibt es nicht. In der Krankenversicherung handelt es sich nach geltender Rechtsprechung um ein „zeitlich begrenztes, plötzliches, unfreiwilliges und von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis“, bei dem eine Person verletzt wird. Dazu zählen beispielsweise Unfälle im häuslichen Bereich, Stürze bei Schnee und Glätte, Verkehrsunfälle, Sportunfälle oder Verletzungen durch Tiere.

ZIEL: ERSATZANSPRÜCHE PRÜFEN

Wird ein Unfall im privaten Umfeld durch Dritte verursacht, geht der Schadenersatzanspruch des Versicherten für die Behandlungskosten auf die Krankenkasse über. Auch die BKK W&F übernimmt daher zunächst die Kosten der Behandlungen. Anschließend fordert sie diese aber vom Verursacher oder dessen Haftpflichtversicherung zurück. Geschädigten entsteht dabei kein Nachteil. Dies gilt natürlich auch, wenn es sich um einen selbst verschuldeten Unfall handelt. Anders ist die Sachlage bei Arbeits- und Wegeunfällen.

BESONDERHEITEN BEI ARBEITS- UND WEGEUNFÄLLEN

Von einem Arbeitsunfall spricht man, wenn der Unfall im direkten Bezug zur beruflichen Tätigkeit steht. Hierzu zählen auch Wegeunfälle auf dem direkten Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstelle. Das Besondere: Die Kosten für die Behandlung von Arbeitsunfallfolgen rechnet die BKK W&F hier mit der arbeitgeberfinanzierten gesetzlichen Unfallversicherung ab. Gegen die Folgen von Arbeitsunfällen sind aber nicht nur Berufstätige versichert. Auch andere Personenkreise werden von der gesetzlichen Unfallversicherung erfasst, beispielsweise:

  • Schüler und Studenten während des Unterrichts/der Vorlesung
  • Kinder bei Unfällen in Kindergärten
  • Ersthelfer am Unfallort
  • ehrenamtlich Tätige
  • Blutspender
  • Krankenhauspatienten

 

Wann zum Durchgangsarzt?

Resultiert eine Verletzung aus einem Arbeitsunfall und führt zu einer Arbeitsunfähigkeit oder Dauer der Behandlung von mehr als einer Woche, muss ein sogenannter Durchgangsarzt aufgesucht werden. Er ist spezialisiert auf Arbeitsunfälle, eigens dafür zugelassen und kann am besten über die weiteren Maßnahmen zur möglichst vollständigen Wiederherstellung der Arbeitskraft entscheiden. Man findet sie häufig in Krankenhäusern, es gibt aber auch niedergelassene Durchgangsärzte. Für die Suche im Fall der Fälle empfiehlt sich das Portal des Spitzenverbandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unter http://lviweb.dguv.de.

GUT ZU WISSEN: DAS LEISTET EINE SPORTVERSICHERUNG IM FALL DER FÄLLE

Wer sich beim Vereinssport verletzt, ist in der Regel über die Sportversicherung des Vereins abgesichert. Dabei handelt es sich um Gruppenversicherungen, die der jeweilige Landessportbund für seine Mitgliedsvereine abgeschlossen hat. Hier sind die Versicherungssummen meist gedeckelt und bestimmte Risiken ausgeschlossen. Sie bietet keinen Schutz gegen Verletzungen, die sich außerhalb des Vereinssports ereignen, beispielsweise in Fitnessstudios. Alternativen bieten hier private Unfallversicherungen. Diese kommen bei bleibenden körperlichen Beeinträchtigungen nach einem Unfall für eine vorher vereinbarte Versicherungssumme auf– abhängig vom Grad der Beeinträchtigung und der genauen Definition des versicherten Unfalls. Da es sich um eine private Versicherung handelt, ist ihr Abschluss in der Regel an die wahrheitsgemäße Beantwortung von Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand und möglichen Vorerkrankungen geknüpft. Versicherer können den Abschluss im Anschluss verweigern oder Risikozuschläge erheben. Ein Recht auf Abschluss eines Vertrags besteht nicht.


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"Für Hinweise dankbar"

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