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  • Vorwort

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die guten Nachrichten zuerst: ein leichter finanzieller Überschuss und steigende Versichertenzahlen – die BKK W&F bleibt auf Wachstumskurs.


Copyright: BKK WF / Florian Funck Fotografie

Durchschnittlich 24.500 Versicherte haben- 2016 ein positives Jahresergebnis in Höhe von 201.000 Euro erwirtschaftet. Dieser Trend setzt sich 2017 fort, bereits zur Jahresmitte ist die Versichertenzahl auf 25.700 angewachsen. Das Nüchterne daran: Dieser Kurs ist alternativlos. Denn der Wettbewerb wird immer härter und kompromissloser. Neue Gesetze und die nun endlich Fahrt aufnehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen verändern die operative Arbeit regelmäßig aufs Neue. Selbst ernannte Versorgerkassen führen gleichzeitig ganzjährig mehr oder weniger gelungene Werbekampagnen durch, die kaum von denen privatwirtschaftlicher Großkonzerne zu unterscheiden sind. Die treuhänderische Verwaltung von Versichertengeldern hat hier längst ausgedient.

Gleichen mittelständische Krankenkassen wie die BKK W&F diese Entwicklung durch engagierte Mitarbeiter und ein Leistungsportfolio der Spitzenklasse noch aus, so entwickelt sich die politische Auseinandersetzung mit dem intransparenten Verteilungsmodus der Zuweisungen des Gesundheitsfonds zu einer aufreibenden Sisyphusarbeit.

Fast allen Akteuren im Umfeld dieser milliardenschweren Umverteilungsmaschinerie ist der dringende Reformbedarf mittlerweile bekannt. Und das nicht erst seit dem Beginn der öffentlichen Diskussionen um Manipulationen von Diagnosen. Dennoch wagt sich die Politik bei diesem Thema nicht aus der Deckung. Es handelt sich 2017 schließlich um ein Wahljahr und mit dem Thema Gesundheit hat bisher noch niemand einen Blumentopf gewinnen können. Wer aber die gravierenden Auswirkungen bis jetzt noch nicht verstanden hat, dem sei ein Blick auf das Jahresergebnis 2016 der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung empfohlen: Wenn eine einzelne Kassenart mit einem Marktanteil von einem Drittel mehr als zwei Drittel des Gesamtüberschusses generiert, liegen die Gründe sicherlich nicht nur im selbstbewussten Umgang eines offensichtlich sehr rigiden Kostenmanagements. Was bleibt, ist die vage Hoffnung auf Veränderungen nach der Bundestagswahl. Schon zum 30. September soll ein Sondergutachten zu den Wirkungen des Risikostrukturausgleiches (RSA) vorliegen und die Folgen von Änderungsvorschlägen im Auftrag des Gesundheitsministeriums abschätzen. Spät, aber hoffentlich nicht zu spät, um faire Wettbewerbsbedingungen in der gesetzlichen Krankenversicherung wiederherzustellen. Denn nur dann profitieren alle Versicherten gleichermaßen von den weiterhin unbestrittenen Vorteilen des deutschen -Krankenversicherungssystems.

Es grüßt Sie herzlich Ihr

Björn Hansen
Vorstand

P.S.: Fragen, Anregungen, Kritik? Ihre Meinung ist mir wichtig. Schreiben Sie mir an bjoern.hansen@remove-this.bkk-wf.de.

 

 


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